G8 Einsiedlertal

ÖPNV Anbindungen: DB RE8, RB27 oder Straßenbahnlinie 66 bis „Bad Honnef (Rhein)“
Dann 560 bis „Bad Honnef Aegidienberg Einsiedel“
Fahrplanauskunft unter: www.vrsinfo.de
Streckenlänge: 7 km
Wanderzeit: ca. 2 Stunden 30 Minuten (Wanderung gegen Uhrzeigersinn)
Steigung/Gefälle: 248 m
Startpunkt: Wanderparkplatz am Eingang zum Einsiedlertal - 197 m ü. NN
tiefster Punkt: 141 m ü. NN
höchster Punkt: 372 m ü. NN

Karte im PDF-Format • GPX-DatenGPX-Daten (Garmin)

Ausgangspunkt - Rundweg: Mitten im Schmelztal liegen Wanderparkplätze, die als Ausgangspunkt für unsere Wanderung genutzt werden können. Hauptparkplatz ist der direkt am Eingang zum Einsiedlertal gelegene Platz, der den direkten Aufstieg zur Löwenburg bietet.

Legende: In früheren Jahrhunderten, in Bad Honnef seit 1753 nachweisbar, wurden im Siebengebirge Erze im Tagebau abgebaut. Dabei hob man Gruben und Schächte aus, die mehrere Meter tief waren. Später wurden dann Schächte ausgehoben, die senkrecht in die Erde führten und über Leitern erschlossen wurden. Abzweigend von diesen Schächten führten dann Stollen unter die Erde, die eine Entwässerung und Belüftung notwendig machten.

Im Siebengebirge sind Kupfer-, Blei-, Zink- und Eisenerze abgebaut worden, allein in Bad Honnef lassen sich über 70 Erzgruben nachweisen. Abbauorte waren: Einsiedlertal, Schmelztal, Brüngsberg und in der Nähe der Servatiuskapelle.

Mit Eisenkeilen trieb man Spalten in die Wände und brach die Erze, die dann mit Schubkarren oder kleinen Transportwagen an die Erdoberfläche befördert wurden. Man trennte die Erzbrocken in Setzwäschen von Verunreinigungen und zerkleinerte sie von Hand in Pochwerken, um an das erzhaltige Gestein zu gelangen.

Die Grube im Einsiedlertal, erst ‚St. Theresia‘ später ‚Glückliche Elise‘ genannt, war von 1753 bis 1815 und von 1847 bis 1868 in Betrieb. In mehreren Stollen, bis zu 38 Meter tief, wurden die Erze gewonnen, in einem Pochwerk zerkleinert und mit Hilfe einer Metallschmelzhütte direkt vor Ort verarbeitet.

Die Besonderheit des Ortes: Relikte der Grube‚ Glückliche Elise‘ sind noch am Eingang zum Einsiedlertal zu sehen. Sowohl der Torbogen, der noch aus der Erde ragt, als auch Reste der Waschanlage und ein Schachteingang, der inmitten eines teichartigen Sumpfgebietes liegt und an einer bläulichen Färbung zu erkennen ist, sind Zeugnisse einer Erzgrube im Einsiedlertal. Es ist anzunehmen, dass es auch Gebäude einer Erzwäsche, Maschinen- und Kesselgebäude gab, die zur Weiterverarbeitung des Erzes gedient und im Schmelztal gestanden haben. Wie fast alles dieser einst blühenden Industrie, sind auch sie im Siebengebirge heute verschwunden.

Infostelle: Bergbauzimmer im
Museum für Rheinbreitbacher Alltagsgeschichte
Hauptstraße 29; 53619 Rheinbreitbach
Fon: 02224.94107; Fax: 02224.941109
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.heimatverein-rheinbreitbach.de

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