NIEDERDOLLENDORF:

Im Mittelalter wurde Niederdollendorf, trotz getrennter Ortslagen und eigener Pfarreien, namentlich gemeinsam mit Oberdollendorf als „Dollendorp“ geführt.

Älteste Siedlungsspuren weisen in die fränkische Zeit, belegt durch 1890 und 1901 aufgedeckte Gräberfelder mit einem christlichen Grabstein der Zeit um 680 n. Chr. (Rhein. Landesmuseum, Bonn). 966 wird „Dullendorf“ erstmals in einer Urkunde Ottos I. in Zusammenhang mit den Gütern des Marienstiftes Aachen im Auelgau erwähnt. Die Trennung in beide Ortslagen wird erstmals 1144 fassbar, als dem Stift Vilich der Besitz der Kapelle in „Dollendorp item Dollendorp“ bestätigt wird.

1484 ging die Mark Dollendorf von der Herrschaft Löwenburg in den Besitz des Herzogtums Berg über, wo sie verblieb, bis Dollendorf unter französische Verwaltung fiel und der Mairie Oberkassel, der späteren preußischen Bürgermeisterei (seit 1815), im Kanton Königswinter eingegliedert wurde. Seit 1969 gehört Niederdollendorf nicht mehr zum Amt Oberkassel, sondern zur Stadt Königswinter.

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Fähre Niederdollendorf

1. Fähre Niederdollendorf: Fährgerechtsame aufgrund eines alten landesherrlichen Lehens, 1641 im „Rauhen Buch“ erwähnt. Sehenswerter Schiffermast seit 1958 am Rheinufer.

2. Rheinpromenade: Die sehenswerte Promenade wurde 2005 neu gestaltet und modernen Bedürfnissen angepasst.

3. Altes Pastorat: Ehemaliger Hof des späten 18. Jh., 1870 Neuerrichtung des Wohnhauses, 1920 bis 1981 Pfarrhaus.

4. Wegekreuz: 1876 Votivkreuz, auf der Rückseite Reste einer älteren Inschrift.

Katholische Pfarrkirche Sankt Michael

5. Katholische Pfarrkirche Sankt Michael: Turm um 1200. Ursprung der Anlage ist eine romanische Kirche, davon erhalten ist der Chorturm mit Apsis. Das neue Kirchenschiff von 1911 (Architekt Th. Ross): neugotische Basilika mit mächtigem nördlichem Querhausarm und glatter Westfassade. Innenbau: dreischiffige Basilika mit saalartigem Mittelschiff mit Netzgewölbe (1988 erneuert).

6. Hauptstraße 106: Zweite Hälfte des 18. Jh. Zweigeschossiger Fachwerkwinkelhof mit Giebel zur Straße.

7. Hauptstraße 108: 1766. Ehemaliger Winzerhof, Fachwerkbau mit Toreinfahrt an der linken Seite, Erdgeschoss zum Teil massiv, über der rundbogigen Eingangstür Inschrift mit Jahreszahl. Stapelhof des Bonner Cassiusstiftes, seit 1555 bezeugt durch Hofgerichte über Zins und Pacht der Hofgüter.

Hauptstraße 110

8. Hauptstraße 110: 1667. Gasthaus „Zur Krone“, zweigeschossiger Fachwerkstockwerksbau mit leicht vorkragendem Obergeschoss. Im Obergeschoss Zierfachwerk mit geschweiften nasenbesetzten Streben.

9. Hauptstraße 112: 1749. Ehemaliger Winzerhof, im Erdgeschoss Bruchstein, Obergeschoss Fachwerk mit aufwendigen Zierhölzern, geschweifte Streben mit Nasen, unter der Dachluke profiliertes Sonnenradmuster. An der Hauswand wurde 1990 ein Wegekreuz aus dem Jahr 1750 neu aufgestellt, Votivkreuz aus Trachyt.

Rheinstraße 5

10. Rheinstraße 5: 18. Jh. Fachwerkständerbau, von der Giebelseite her erschlossen mit niedriger, doppelflügeliger Eichentür und Kellerzugang; im Hof ehemaliger Schuppen in Form eines halben Hauses mit Mansarddach.

11. Rheinstraße 7: 1798. Ehemaliger Winzerhof, Wohnhaus mit Tordurchfahrt und Portal, rückwärtig Fachwerk, teilweise ergänzt. Aufstockung um 1900 mit Ladeluke (heute Dachgaube). Im Torbogen das Wappen der Familie Müller.

Rheinstraße 6

12. Rheinstraße 6: 18. Jh. Zweigeschossiger Fachwerkbau in Stockwerksbauweise mit vorkragendem Obergeschoss, rückwärtig niedriger Fachwerkwinkelanbau mit alter Dacheindeckung.

13. Rheinstraße 16: Ende 17. Jh. Ehemaliger Winzerhof mit Eingang und ehemaliger Tordurchfahrt, Stockwerksbau, linke Seite übergiebelt mit Krüppelwalm.

14. Mattheisaltar am Rheinufer: Neuerstellter Altar als Erinnerung an den alten Altar, der den Wallfahrern der Matthias-Bruderschaften nach Trier vor dem Übersetzen über den Rhein als Andachtstätte diente.

15. Godesberger Straße 2: 1605 und später. Zweigeschossiger Winkelbau aus Fachwerk, Stockwerksbau mit unregelmäßigen Gefachen, zur Straße Balken mit der Jahreszahl 1605, Gewölbekeller aus Bruchstein.

Hauptstraße 115

16. Hauptstraße 115: Dollendorfer Hof (Mitte 19. Jh., Anfang 20. Jh.). Fünfachsiger Traufbau, Anfang 20. Jh. fünfachsiger Saalbau angefügt, hat hohe Rundbogenfenster und Mezzanin (Halbstockwerk).

Hauptstraße 128

17. Hauptstraße 128: Bredershof (17. Jh. und später). Ehemaliger Freihof, der Name der Junker Bred(d)er urkundlich im 16. Jh. erwähnt. Wohnhaus zweigeschossiger Bau auf U-förmigem Grundriss. Erdgeschoss massiv in Bruchstein, Obergeschoss in Fachwerk. Im Innenhof alter Brunnenschacht, das Anwesen umschließt einen Hof mit teilweise altem Baumbestand, die Keller reichen bis unter die Straße, dem Hof zugehörig ehemaliges Kelterhaus mit T-förmigem Gewölbekeller. Heute als Gaststätte umgebaut.

18. Wegekreuz: 1734. In eine spitzbogige Nische der Hauswand eingelassenes Trachytkreuz, erneuerter Kreuzaufsatz mit Jahreszahl 1734.

19. Hauptstraße 149: „Villa Sträter“ um 1870. Ehemalige Villa Peterstal oder Pilgrim, seit 1888 Sträter, spätklassizistische zweigeschossige Villa mit Mezzanin, Bänderputz, Eingangsfront in sieben Achsen. Der Villa vorgelagerte Remise, Backsteinbau mit Fachwerk im Obergeschoss, zugehörig große Parkanlage mit Resten einer Teicheinfassung und Grotte.

Hauptstraße 164

20. Hauptstraße 164: Ehemaliges Haus Schönsitz (2. Hälfte 19. Jh.). Zweigeschossige langgestreckte Villa, Erdgeschoss vorgezogen mit Pultdach und geschweiftem Giebel, über dem Eingang geschweifter Giebel mit Wappen. Ein Stück weiter: Rest des Parks mit altem Baumbestand und ruinösen Versatzstücken der einstigen Parkgestaltung.

21. Wegekreuz: 18. Jh. Steinkreuz mit mächtigem Sockel auf quadratischem Grundriss (sog. Dornenkreuz).

Trafohäuschen

22. Trafohäuschen: 1985. Im Rahmen der Bebauung „In den Flachten“ errichtetes, vom Architekten künstlerisch gestaltetes Trafohäuschen.

Myriameterstein am Rheinufer

23. Myriameterstein am Rheinufer: 1867. Messpunkt für Stromkarten des Rheines, gelegen bei km 647,3, Sandsteinquader auf neuem Betonsockel mit Inschriften auf jeder Seite.

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