G12 Asberg

ÖPNV Anbindungen: DB RE8, RB27 oder Straßenbahnlinie 66 bis „Linz am Rhein“
Entweder Kasbachtalbahn bis Endstation Kalenborn (bitte Fahrplan unter www.zugtouren.de beachten) oder Bus 135 bis „Kalenborn Reiterhof“
Fahrplanauskunft unter: www.vrsinfo.de
Streckenlänge: 6,5 km
Wanderzeit: ca. 2 Stunden 30 Minuten (Wanderung gegen Uhrzeigersinn)
Steigung/Gefälle: 220 m
Startpunkt: Wanderparkplatz an der Kreuzung L 252 zur L 253, nahe Forsthaus Reifstein - 345 m ü. NN
tiefster Punkt: 258 m ü. NN
höchster Punkt: 441 m ü. NN

Karte im PDF-Format • GPX-DatenGPX-Daten (Garmin)

Ausgangspunkt - Rundweg: Ausgangspunkte zu einer Wanderung zum Asberg können die Wanderparkplätze im Kasbachtal an der L 257 sein. Oder nach einer Fahrt mit der Kasbachtalbahn von Linz nach Kretzhaus, der Platz am Bahnhof. Hier startet, nach einem kurzen Stück Straße, ein geschotterter Forstweg, der geradewegs zum Asberg führt.

Legende: Etwa um 1881 wurde mit dem Basaltabbau am Asberg, dem mit 441 m höchsten Berg der Verbandsgemeinde Unkel, begonnen. Es wurden Wasserbausteine und Säulenbasalt gewonnen, da man in Holland große Wasserbauprojekte begonnen hatte, die neben dem Einsatz im Straßen- und Eisenbahndammbau für eine große Nachfrage nach Basalt sorgten.

In den ersten Jahren musste das schwere Gestein noch über schlecht befestigte Waldwege mit Pferdefuhrwerken zum Rhein transportiert werden, doch im Jahr 1886 sollte durch den Bau einer Drahtseilbahn zum Rheinbreitbacher Rheinufer der Gesteintransport erheblich verbessert werden.

Am 6. Dezember wurde für die Dauer von zunächst 14 Jahren, durch die Firma Gebrüder Peters & Cie. zu Honnef, mit den betroffenen Grundstückseigentümern, deren Land von der Seilbahn überquert wurde, Verträge geschlossen. Bis ins Jahr 1887 hinein wurde die Bahn dann errichtet. Die Baukosten betrugen damals 300.000 Reichsmark.

Die Seilbahn hatte eine Gesamtlänge von 6,3 Kilometern und der Höhenunterschied zwischen dem Asbergplateau und der Rheinuferböschung betrug 362 Meter. Das Ende der Bahn befand sich am Rhein südlich vom Mühlenweg. Die Stelle wurde damals als „St. Marienbergerplatz“ bezeichnet.

Die Besonderheit des Ortes: Der Asberg wurde in den 1970er Jahren stillgelegt, da das Basaltvorkommen ausgebeutet war. Durch Oberflächenwasser in den Abbauvertiefungen bildeten sich Feuchtbiotope, die unter Naturschutz stehen und eine artenreiche Flora und Fauna beherbergen. Wandert man die Strecke der ehemaligen Seilbahn ab, kann man noch einzelne Pfeilerplateaus mit Fundament-Resten und eisernen Befestigungsbolzen finden. Am Rhein ist noch eine Stützmauer des Marienbergerplatzes aus Basaltsteinen vorhanden. An der westlichen Mauer des Haus Elisabeth (heute AdSion-Hotel), kann man in einer Nische Reste eines Pfeilerfundaments ausmachen.

Infostelle: Bergbauzimmer im
Museum für Rheinbreitbacher Alltagsgeschichte
Hauptstraße 29; 53619 Rheinbreitbach
Fon: 02224.94107; Fax: 02224.941109
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.heimatverein-rheinbreitbach.de

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